Beerdigungen
Jetzt geht ws wohl los.
Nachdem letzten Oktober oder November meine Oma Väterlicherseits starb ist letzte Woche mein Großonkel gestorben. Für ihn ist es besser, denn er hatte Krebs. Wurde mir gesagt. Das ist mein drittes Begräbnis seit 2003. Und wieder einmal musste ich feststellen, dass ich praktisch gar keine Bindung zur Familie habe. Alles was auerhalb meines Hauses an Familie rumläuft kenne ich irgendwie natürlich, aber eine emotionale Bindung besteht da nicht. Tja. Die Beerdigung erfolgt anonym, das heißt diesmal muss ich nicht wie ein verlorenes Schaf am Rad einer heulenden Gruppe stehen, Taschentücher verteilen und mich fehl am Platz fühlen.
Bei solchen Gelegenheiten werde ich schon ein wenig neidisch auf Freunde. Wenn ich vergleiche wie deren Familie, egal ob Tante, Großeltern ect. miteinander umgehen, Kontakt halten sich besuchen… tja. Dagenen wirkt das worin ich aufgewachsen bin wie eine zufällig zusammengewürfelte WG. Man kann sich leiden und versteht sich gut, aber wenn einer geht dann geht der eben. Macht nicht sehr viel aus.
In anderen Familien wird noch oft von der Person gesprochen, bei uns vielleicht nochmal erwähnt und dann ist Sense. Normalerweise sollte Familie doch eine fest verbundene Kette sein und nicht nur die Glieder, bereit zum zusammen setzen irgendwo herumliegen?
Februar 01 2010 01:33 | Events and Unerwartet



